Karol zu Aaliyah: "Morgen kommt der neue Lehrling." Er grinst anzüglich.
"Aha...?"
"Ja, den kannst du dann mal richtig rannnehmen."
"Nachdem du ja schon alt und klapprig wirst, hm?"
Der Motorschlitten holpert übers Eis, Karol grummelt etwas in seine Kinnstoppeln. Er dreht einen Gang hoch. Kein Land
und Fels in Sichtweiter. Am Horizont rechts hinter einer fernen Nebelbank ist die Schärenküste, so vermutet er
zumindest.
Seit ein paar Tagen taut es.
Sie schliddern durch eine Pfütze, Wasser spritzt, Tropfen und Eissplitter glitzern in der schwachen Sonne.
"Na, vielleicht guck ich mal zu und mach mir'n Video für später, für die Zeiten, die du mit ihm draußen auf dem Eis
bist."
"Klar Baby!" Sie lacht.
***
Am nächsten Abend ist er da. Anton. Etwas schüchtern, Anfang zwanzig, mit leichtem Akzent. Sie findet ihn "ganz
süß" (er hat dunkelblonde Locken).
"Lehrling? Holst du mal bitte die Wasserkiste 'rüber für die Hunde? Und gib ihnen auch gleich noch 'ne Handvoll
Futter. Danke. Kannst dich danach noch um die Schlitten kümmern, 'n büschen saubermachen, Akkus checken, und so."
"Lehrling hat auch einen Namen" murmelt Aaliyah.
"Ach, und Lehrling?"
"Jo!?"
"Danach hast du Feierabend." Karol dreht sich wieder seinem Essen zu und grinst sie versteckt an und ruft mit einem
Seitenblick zu ihm in den Hintergrund des Habitats: "Dann heißt du auch wieder Anton...".
"Alter Dickkopf!"
Genüßliches Grunzen, Karol schluckt und tupft sich behutsam mit dem Ärmel das letzte Dinkelbier vom Bart: "Ich
finde, er macht das ganz gut."
Sie räumt den Tisch ab und lümmelt sich kurz danach auf die alte Couch im Pausenraum, demn Kopf auf einem Fellkissen.
Karol sitzt noch am Tisch, summt leise eine altmodische, seltsam schiefe Melodie vor sich hin und prokelt mit einem
kleinen Mikroschrauber an der Schaltrose seiner VanderVaart herum. Kurze Zeit später wird er abgelenkt vom Geräusch,
das Aaliyas Schmöker macht, als er auf den Boden fällt. Sie ist eingenickt und schnarcht ein bisschen. Nur ihr Buch
flackert noch zögerlich in den Schatten unter der Couch und dimmt dann langsam aus. Karol dreht sich wieder seiner
Feinjustierung zu, an einem getrockneten Stück Bärenschinken knabbernd, und summt leise weiter. ...
16-07-08
Comicstrip
"Er spricht mir jedenfalls auf die Mailbox, dass er das Projekt verlässt, und sagt zum Schluss 'Ik werde groote
Milliarden verdienen...' - du weißt, im Ton wie der in der Comicserie. Aber er hat den Scherz wohl etwas ernst gemeint.
Danach habe ich nie wieder etwas von ihm gehört, er war wie vom Erdboden verschwunden." Er nippt an seinem Dinkel und
leckt sich den Schaum von der Oberlippe.
"Und du meinst, er ist zur Gegenseite übergewechselt? Hans, das klingt ein wenig nach James-Bond-Märchen. Wahrscheinlich ist er einfach weggezogen. Und hat nicht gleich jedem Auf-Wiedersehen gesagt" brummelt es aus Bjarnis Ecke.
"Oder er hat doch noch geheiratet. Grade er. Wäre genauso verrückt" Erik nickt zum Fenster: "Es regnet schon wieder. Von wegen Sommer..."
"Lasst uns mal wieder zum Anfang zurückkommen", Erik ist aufgestanden, und nimmt sich noch ein Bier aus dem Kühlschrank an der Clubbar. "Wir haben unser Treffen nächste Woche mit Husbjargen. Was wollen wir ihm vorschlagen? Jetzt, da der Mai nicht mehr fern ist, wird es allmählich Zeit."
Bjarni brummelt: "Ich würde ihm 'ne einfache Schliddenfahrt mit Hunden und 'n paar Begleitern anbieten. Wenner seine Sekretärin mitnehm' will, soller das doch tun. Das ganze für'n Tausender am Tag, 'n Eisbären und 'n Orca-Baby oder 'ne Robbe inklusive."
"Das ist zu günstig! Ich finde, wir lassen ihn zwölfhundert zahlen," Hans prokelt mit dem kleinen Finger im Ohr, dann "das ist die Sache schon wert. Immerhin darf er den Eisbären oder die Robbe auch behalten..."
"Willste die annern nur pieken?"
"Klar, die lassen wir wieder laufen. Gewehr austauschen, einer von uns schießt 'n kleinen Synth-Pfeil und die Bestie ist weg vom Fenster... Und er bekommt sein Bären- oder Robbenfell. Hast zuviel Gold im Auge, Bjarni... wir bleiben bei der alten Linie."
"Hm."
Erik, die Nase im Glas:. "Komm, Bjarnsen, ist besser so. Wir fallen sonst auf."
"Hmm."
Bjarni grummelt was in seinen Schnauzer...
Dann: "Hm."
Er blickt zu den anderen, räuspert sich: "Nagut..."
Das Tageslicht flackert.
"Und du meinst, er ist zur Gegenseite übergewechselt? Hans, das klingt ein wenig nach James-Bond-Märchen. Wahrscheinlich ist er einfach weggezogen. Und hat nicht gleich jedem Auf-Wiedersehen gesagt" brummelt es aus Bjarnis Ecke.
"Oder er hat doch noch geheiratet. Grade er. Wäre genauso verrückt" Erik nickt zum Fenster: "Es regnet schon wieder. Von wegen Sommer..."
"Lasst uns mal wieder zum Anfang zurückkommen", Erik ist aufgestanden, und nimmt sich noch ein Bier aus dem Kühlschrank an der Clubbar. "Wir haben unser Treffen nächste Woche mit Husbjargen. Was wollen wir ihm vorschlagen? Jetzt, da der Mai nicht mehr fern ist, wird es allmählich Zeit."
Bjarni brummelt: "Ich würde ihm 'ne einfache Schliddenfahrt mit Hunden und 'n paar Begleitern anbieten. Wenner seine Sekretärin mitnehm' will, soller das doch tun. Das ganze für'n Tausender am Tag, 'n Eisbären und 'n Orca-Baby oder 'ne Robbe inklusive."
"Das ist zu günstig! Ich finde, wir lassen ihn zwölfhundert zahlen," Hans prokelt mit dem kleinen Finger im Ohr, dann "das ist die Sache schon wert. Immerhin darf er den Eisbären oder die Robbe auch behalten..."
"Willste die annern nur pieken?"
"Klar, die lassen wir wieder laufen. Gewehr austauschen, einer von uns schießt 'n kleinen Synth-Pfeil und die Bestie ist weg vom Fenster... Und er bekommt sein Bären- oder Robbenfell. Hast zuviel Gold im Auge, Bjarni... wir bleiben bei der alten Linie."
"Hm."
Erik, die Nase im Glas:. "Komm, Bjarnsen, ist besser so. Wir fallen sonst auf."
"Hmm."
Bjarni grummelt was in seinen Schnauzer...
Dann: "Hm."
Er blickt zu den anderen, räuspert sich: "Nagut..."
Das Tageslicht flackert.
14-07-08
Autobahn Reykjavik - Hveragerdhi
Fahren, fahren, fahren. Schneetreiben und 35 kmh Durchschnittsgeschwindigkeit...
Der klapprige Hummer ist mehr oder weniger gut abgedichtet, Motor summt leise, eine Hand am Steuer, in der anderen den heißen dicken Kaffee.
Bald beginnt der lange polare Morgen.
Ruhe und leises Motorsummen.
Er muss aufpassen, nickt beinahe ein...
Das Displa summt. Er nickt kurz in Richtung Kopfsensor und die Nachricht schimmert sanft auf der unteren Hälfte der Frontscheibe:
"¡ɔɐɯ loɹɐɔ ƃɐʇ uǝʇnƃ"
Er stutzt und blickt nun genauer hin - den Blick zwar auf der Straße, aber nun mit etwas mehr Konzentration auf die Nachricht.
"¿ɹıp sǝ ʇɥǝƃ ǝıʍ"
Carol schürzt die Lippen. Das ist doch ein Scherz? Er hat die "Geheimschrift" schnell durchschaut.
"Eehm... hallo."
"¿ɹıp sǝ ʇɥǝƃ ǝıʍ ˙ollɐɥ"
Carol blickt kurz zu Aaliyah neben sich. Sie schläft und sieht friedlich und entspannt aus. Scheint das leise Displa-Summen nicht gehört zu haben.
Bei Thor, ist er eingeschlafen? Er kneift sich.
"¿ɹɹóþ uǝp uɐ np ʇsʞuǝp ɯnɹɐʍ
˙ʇɥɔıu ʇsɟälɥɔs np 'ɔɐɯ loɹɐɔ"
Der klapprige Hummer ist mehr oder weniger gut abgedichtet, Motor summt leise, eine Hand am Steuer, in der anderen den heißen dicken Kaffee.
Bald beginnt der lange polare Morgen.
Ruhe und leises Motorsummen.
Er muss aufpassen, nickt beinahe ein...
Das Displa summt. Er nickt kurz in Richtung Kopfsensor und die Nachricht schimmert sanft auf der unteren Hälfte der Frontscheibe:
"¡ɔɐɯ loɹɐɔ ƃɐʇ uǝʇnƃ"
Er stutzt und blickt nun genauer hin - den Blick zwar auf der Straße, aber nun mit etwas mehr Konzentration auf die Nachricht.
"¿ɹıp sǝ ʇɥǝƃ ǝıʍ"
Carol schürzt die Lippen. Das ist doch ein Scherz? Er hat die "Geheimschrift" schnell durchschaut.
"Eehm... hallo."
"¿ɹıp sǝ ʇɥǝƃ ǝıʍ ˙ollɐɥ"
Carol blickt kurz zu Aaliyah neben sich. Sie schläft und sieht friedlich und entspannt aus. Scheint das leise Displa-Summen nicht gehört zu haben.
Bei Thor, ist er eingeschlafen? Er kneift sich.
"¿ɹɹóþ uǝp uɐ np ʇsʞuǝp ɯnɹɐʍ
˙ʇɥɔıu ʇsɟälɥɔs np 'ɔɐɯ loɹɐɔ"
11-07-08
Quantum Trost
"Bist noch bei Sinnen!?" Sie schaut ihn verständnislos an.
"Hey, ich dachte, wir kivok..." Sie unterbricht ihn: "Du dachtest! Aha, das ist ja das erste Mal, dass du denken kannst und dich mal nicht auf deine berühmte magische Intuition verlässt. Ich bin wirklich gerührt!" Sie schweigt und blickt zum Fenster hinaus.
Dann dreht sie ihm vollends den Rücken zu, genießt wütend und atemlos den Anblick. Draußen ist ein blendend schöner Morgen, das Eis leuchtet fast schmerzhaft im Kontrast zum Himmel über ihnen. Weiße Landschaft, flaches Eis, ein paar Auftürmungen, links am Horizont eine leicht dunkle unregelmäßige Linie. Dort ist die Schärenküste, und dort beginnen die nördlichen Küstenausläufer Norwegens.
Er setzt erneut an: "Aaliyah, du weißt, dass mir ebenso daran liegt, mit dir diese Phase zu bereinigen - da kannst du..." Er bricht ab. Sie dreht sich nicht um, aber die Gestik ihrer Schultern im Birdsuit bedeutet ihm immer noch ihren Zorn. Schweigend steht er auf und greift sich den lauwarmen Kaffeepott vom Arbeitstisch. Dort liegt auch die Karte mit den strategischen Landschaftspunkten. Und ihre Tickets zurück zur Foschungshalle nach Seiðrhearta. Aber Zurückkehren ohne Ergebnisse, mit leeren Händen?
Er schluckt, und setzt erneut an: "Wir wollen die getane Arbeit und die Erlebnisse und Resultate nicht umsonst getan haben...", und er geht zu ihr ans Fenster.
Er schaut hinaus, als er weiterspricht.
"Das Ganze ist doch reiner Luxus." Er tippt mit den Fingern auf die gebogene Fensterscheibe.
"Wir wissen nicht, wie der Eisschelf sich weiter entwickelt, die lokalen Trends unterschieden sich zuletzt doch sehr von den Erkenntnissen der Antarctica-ZTO, und das geht ja so weiter. Ich habe die letzten Nächte im Schnitt 3 Stunden geschlafen und den Rest der Zeit an den Daten und draußen auf dem Eis verbracht - das weißt du."
Sie schweigt.
Er spricht nach einer kleinen Pause weiter: "Vielleicht war es nicht gut, dass wir uns beide auf dies projekt konzentriert haben - grade wenn Lisa nach ihrer Krankheit uns eigentlich braucht."
"Marthe ist etwas überfordert mit der Kleinen... wir dürfen ihr das nicht noch eine Woche länger zumuten."
"Stimmt. Meine Mutter gibt sich sehr viel Mühe - aber eine Enkelin, die im Schlaf traumkinetisch die Tassen in der Küche aus dem Regal schubst... Das hat sie sich auch nicht träumen lassen", er schmunzelt und zieht dann die Stirn kraus. "Zuviel Psychobegabung. Ich glaube, da ist ein wenig ihre Urgroßmutter dran schuld."
"Das ist doch völlig egal, wo's her kommt. Und niemandes Schuld ist das erst recht. Aber lass uns was tun. Marthe hat uns schon so sehr viel geholfen."
"Ja."
"Sonst holen wir Lisa her..."
"Hm."
Schweigen und aus dem Fenster sehen. Der Morgen ist blendend blau-weiß.
Sie boxt ihn in die Seite "So, mein Lieber. Und nun geh'n wir zwei erstmal 'raus und laufen ein paar Kilometer mit den Hunden. Das tut uns ganz gut, glaube ich."
Er nickt.
"Hey, ich dachte, wir kivok..." Sie unterbricht ihn: "Du dachtest! Aha, das ist ja das erste Mal, dass du denken kannst und dich mal nicht auf deine berühmte magische Intuition verlässt. Ich bin wirklich gerührt!" Sie schweigt und blickt zum Fenster hinaus.
Dann dreht sie ihm vollends den Rücken zu, genießt wütend und atemlos den Anblick. Draußen ist ein blendend schöner Morgen, das Eis leuchtet fast schmerzhaft im Kontrast zum Himmel über ihnen. Weiße Landschaft, flaches Eis, ein paar Auftürmungen, links am Horizont eine leicht dunkle unregelmäßige Linie. Dort ist die Schärenküste, und dort beginnen die nördlichen Küstenausläufer Norwegens.
Er setzt erneut an: "Aaliyah, du weißt, dass mir ebenso daran liegt, mit dir diese Phase zu bereinigen - da kannst du..." Er bricht ab. Sie dreht sich nicht um, aber die Gestik ihrer Schultern im Birdsuit bedeutet ihm immer noch ihren Zorn. Schweigend steht er auf und greift sich den lauwarmen Kaffeepott vom Arbeitstisch. Dort liegt auch die Karte mit den strategischen Landschaftspunkten. Und ihre Tickets zurück zur Foschungshalle nach Seiðrhearta. Aber Zurückkehren ohne Ergebnisse, mit leeren Händen?
Er schluckt, und setzt erneut an: "Wir wollen die getane Arbeit und die Erlebnisse und Resultate nicht umsonst getan haben...", und er geht zu ihr ans Fenster.
Er schaut hinaus, als er weiterspricht.
"Das Ganze ist doch reiner Luxus." Er tippt mit den Fingern auf die gebogene Fensterscheibe.
"Wir wissen nicht, wie der Eisschelf sich weiter entwickelt, die lokalen Trends unterschieden sich zuletzt doch sehr von den Erkenntnissen der Antarctica-ZTO, und das geht ja so weiter. Ich habe die letzten Nächte im Schnitt 3 Stunden geschlafen und den Rest der Zeit an den Daten und draußen auf dem Eis verbracht - das weißt du."
Sie schweigt.
Er spricht nach einer kleinen Pause weiter: "Vielleicht war es nicht gut, dass wir uns beide auf dies projekt konzentriert haben - grade wenn Lisa nach ihrer Krankheit uns eigentlich braucht."
"Marthe ist etwas überfordert mit der Kleinen... wir dürfen ihr das nicht noch eine Woche länger zumuten."
"Stimmt. Meine Mutter gibt sich sehr viel Mühe - aber eine Enkelin, die im Schlaf traumkinetisch die Tassen in der Küche aus dem Regal schubst... Das hat sie sich auch nicht träumen lassen", er schmunzelt und zieht dann die Stirn kraus. "Zuviel Psychobegabung. Ich glaube, da ist ein wenig ihre Urgroßmutter dran schuld."
"Das ist doch völlig egal, wo's her kommt. Und niemandes Schuld ist das erst recht. Aber lass uns was tun. Marthe hat uns schon so sehr viel geholfen."
"Ja."
"Sonst holen wir Lisa her..."
"Hm."
Schweigen und aus dem Fenster sehen. Der Morgen ist blendend blau-weiß.
Sie boxt ihn in die Seite "So, mein Lieber. Und nun geh'n wir zwei erstmal 'raus und laufen ein paar Kilometer mit den Hunden. Das tut uns ganz gut, glaube ich."
Er nickt.
Zwei Wochen später
Sonne scheint durchs Erkerfenster. Draußen dezenter Verkehrslärm, weiter unten sind dumpf die Elektrodüsen eines
Recyclingvans zu vernehmen. Ein paar Biker hetzen am Fenster vorbei. Das Display ist verstaubt. Es wird ein guter
Morgen.
Tee ist fertig. Aus der Pantry summt kurz ein leises Signal herüber. Er geht hinüber, schaltet am Pantrysofa das Display dort an und recherchiert weiter. Zwischendurch poppt Twitters Messenger auf. Kurzes Hallo, dann etwas gestresst wieder weggeschubst. Konzentrieren jetzt. Konzentration für den Weltfrieden - oder so etwas. Er schmunzelt.
Tee trinken, nachschenken, Tee trinken, Daten weiterschubsen, Tee, Daten schubsen, zurücklehnen. Augen zu. Musik im Hintergrund. Augen auf. Autospeichern der Rechercheergebnisse unterbrechen und etwas im Text korrigieren. Minuten der Konzentration.
Da twittert es schon wieder. Eine ärgerliche Zicke, dies Twitter! Er macht eine ruckhafte Schubsbewegung und wirft dabei die Teekanne um. Der restliche Tee nässt Sofa, Hose und Boden. Sofa und Boden sind sofort wieder trocken, Lotuseffekt und Heizporen am Fußboden. Das Hosenbein nicht. "Was soll's", denkt er, stellt die Teekanne aufs Wandbord neben dem Tisch und macht weiter. Die Kanne brüht mittlerweile neuen Tee. "Earl Green, heiß." In der Vormittagshitze kläfft ein Köter. Ein paar Stockwerke weiter unten.
Tee ist fertig. Aus der Pantry summt kurz ein leises Signal herüber. Er geht hinüber, schaltet am Pantrysofa das Display dort an und recherchiert weiter. Zwischendurch poppt Twitters Messenger auf. Kurzes Hallo, dann etwas gestresst wieder weggeschubst. Konzentrieren jetzt. Konzentration für den Weltfrieden - oder so etwas. Er schmunzelt.
Tee trinken, nachschenken, Tee trinken, Daten weiterschubsen, Tee, Daten schubsen, zurücklehnen. Augen zu. Musik im Hintergrund. Augen auf. Autospeichern der Rechercheergebnisse unterbrechen und etwas im Text korrigieren. Minuten der Konzentration.
Da twittert es schon wieder. Eine ärgerliche Zicke, dies Twitter! Er macht eine ruckhafte Schubsbewegung und wirft dabei die Teekanne um. Der restliche Tee nässt Sofa, Hose und Boden. Sofa und Boden sind sofort wieder trocken, Lotuseffekt und Heizporen am Fußboden. Das Hosenbein nicht. "Was soll's", denkt er, stellt die Teekanne aufs Wandbord neben dem Tisch und macht weiter. Die Kanne brüht mittlerweile neuen Tee. "Earl Green, heiß." In der Vormittagshitze kläfft ein Köter. Ein paar Stockwerke weiter unten.
(Seite 1 von 2, insgesamt 6 Einträge)
nächste Seite »

